Wie ich als Webdesigner angefangen habe – und wo ich heute stehe
Es gibt diesen einen Moment, an dem sich das Leben in eine ganz andere Richtung dreht, als man ursprünglich geplant hatte. Bei mir war es der Moment, an dem ich eigentlich ein ganz anderes Business starten wollte – und plötzlich in der Welt von Webdesign, WordPress und Elementor gelandet bin. Heute bin ich hauptberuflich Webdesigner, arbeite mit spannenden Kunden zusammen, helfe Coaches, Unternehmern und Dienstleistern bei ihrem Online-Auftritt und lebe als digitaler Nomade. Aber der Weg dorthin war alles andere als geradlinig.
In diesem Artikel erzähle ich dir meine Geschichte: wie ich aus der E-Zigaretten-Branche ins Webdesign gerutscht bin, welche Stolpersteine ich überwunden habe, was meine ersten Schritte waren und welche Learnings ich dir heute mitgeben möchte.
Mein ursprünglicher Plan: eine eigene E-Zigaretten-Brand
Bevor ich mit Webdesign gestartet bin, war mein Kopf eigentlich ganz woanders: Ich wollte mir eine eigene E-Zigaretten-Marke aufbauen. Ich kannte die Branche, ich hatte Kontakte und ich hatte eine Idee, wie mein Produkt aussehen sollte. Gemeinsam mit einem Unternehmensberater habe ich sogar einen Businessplan geschrieben.
Und dann kam diese scheinbar einfache Frage:
„Willst du deine Website selbst bauen oder von einer Agentur bauen lassen?“
Die Antwort war eigentlich klar – ich wollte etwas Professionelles. Also schrieb ich Agenturen an, holte Angebote ein … und war geschockt. Preise zwischen 5.000 und 10.000 Euro für eine Website. Für jemanden, der gerade erst starten wollte, war das völlig außerhalb meines Budgets.
Also stand ich da. Mit einem Businessplan, einer Idee – und ohne Website.
Der Aha-Moment: WordPress & Elementor
Weil ich keine Lust hatte, meine Idee direkt zu begraben, habe ich angefangen, selbst zu recherchieren. Ich landete bei WordPress. Und dann bei Elementor.
„Das sieht eigentlich gar nicht so kompliziert aus“, dachte ich mir. Also habe ich es einfach ausprobiert. Nebenbei habe ich mir auf Fiverr ein Logo machen lassen und losgelegt.
Was daraus entstand, war meine erste eigene Website – komplett selbst gebaut. Ich habe drei Wochen gebraucht, unzählige Tutorials geschaut, Nächte durchprobiert, Texte angepasst und Designs getestet. Und am Ende stand da eine Website, die ich selbst erstellt hatte.
Und weißt du was?
Sie war nicht nur solide – sie hätte mich bei einer Agentur locker 5.000 bis 10.000 Euro gekostet.
Erste Gehversuche im Online Marketing
Parallel dazu habe ich zusammen mit zwei Freunden einen Kurs von Karl Ess gemacht. Darin ging es um Online Marketing, Social Media Beratung und die Frage, wie man Kunden gewinnt – auch für Dienstleistungen wie Webdesign.
Motiviert und voller Energie haben wir direkt losgelegt. Unser Plan: lokale Unternehmen ansprechen. Also sind wir losgezogen und haben die ersten kleinen Kunden gewonnen – einen Handyladen, einen Juwelier.
Leider hielten meine zwei Freunde die Motivation nicht lange durch. Nach wenigen Wochen haben sie gemerkt, dass Unternehmersein nicht nur Spaß bedeutet, sondern auch Disziplin, Ausdauer und viele kleine Rückschläge. Ich aber hatte Blut geleckt – und machte alleine weiter.
Lokale Kunden, Facebook-Gruppen und mein Durchbruch
Zuerst gewann ich Kunden aus meinem direkten Umfeld. Lokale Geschäfte, Bekannte, Empfehlungen. Dann entdeckte ich Facebook-Gruppen, in denen Unternehmer nach Hilfe für ihre Websites suchten. Auch dort konnte ich die ersten Aufträge landen.
Der wirkliche Durchbruch kam jedoch, als ich mich auf Plattformen wie Fiverr anmeldete. Plötzlich bekam ich Anfragen von Kunden, ohne selbst aktiv Kaltakquise machen zu müssen. Einfach, weil mein Portfolio wuchs, weil ich mich auf vielen Plattformen registriert hatte und weil Google mich über Backlinks und Bewertungen sichtbarer machte.
Es war das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte: „Das ist wirklich ein Business, das funktioniert.“
Digitaler Nomade auf Teneriffa
Je länger ich dabei blieb, desto mehr öffneten sich neue Türen. Ich fing an, als digitaler Nomade zu leben – zunächst auf Teneriffa. Dort besuchte ich lokale Events von Gleichgesinnten und lernte Menschen kennen, die ebenfalls online arbeiteten.
Bei einem dieser Treffen lernte ich jemanden kennen, der auf Teneriffa für Papierangelegenheiten zuständig war. Er brauchte eine Website für eine Ferienhausvermittlung – und ich durfte sie bauen.
So baute ich Schritt für Schritt mein Portfolio aus und gewann Vertrauen. Jedes Projekt brachte neue Anfragen, neue Kontakte und neue Möglichkeiten.
Mein Content-Game: YouTube, Blog & LinkedIn
Irgendwann verstand ich: Kunden kommen nicht nur über Plattformen oder Events – sie kommen auch, wenn man online sichtbar ist. Also habe ich angefangen, selbst Content zu erstellen.
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YouTube: Ich veröffentlichte Videos über WordPress und Elementor, in denen ich Wissen teilte und Anleitungen gab.
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Blog: Ich schrieb Artikel über Webdesign, Nutzerfreundlichkeit und meine Erfahrungen als digitaler Nomade.
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LinkedIn: Ich nutze die Plattform, um meine Projekte zu zeigen, Tipps zu teilen und mit meiner Zielgruppe direkt in Kontakt zu treten.
Heute sind diese drei Kanäle ein fester Bestandteil meiner Kundengewinnung. Das Schöne daran: Ich muss keine Kaltakquise mehr machen. Kunden finden mich über meine Inhalte, lernen mich kennen und vertrauen mir, bevor sie überhaupt anfragen.
Mein Business heute
Heute habe ich einen Punkt erreicht, an dem Kunden nicht nur einmal bei mir kaufen, sondern immer wieder zurückkommen.
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Manche lassen mich Änderungen an ihrer aktuellen Website machen.
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Andere buchen Wartungsverträge.
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Wieder andere empfehlen mich weiter.
Das Schöne daran: Mein Business läuft nachhaltig. Ich muss keine Energie mehr verschwenden, um jeden Auftrag neu zu jagen. Stattdessen kann ich mich auf die Dinge konzentrieren, die ich wirklich liebe: Websites gestalten, kreative Lösungen finden und Menschen dabei helfen, online erfolgreich zu sein.
Meine Learnings für dich
Wenn du selbst darüber nachdenkst, ein Business aufzubauen – egal ob im Webdesign, Coaching, Consulting oder einer anderen Branche – möchte ich dir ein paar Learnings mitgeben, die ich auf meinem Weg gesammelt habe:
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Zieh dein Ding durch.
Es wird immer Momente geben, in denen andere abspringen oder aufhören. Entscheidend ist, dass du selbst weitermachst. -
Sei konsequent.
Erfolg kommt nicht über Nacht. Er kommt durch kleine, stetige Schritte – jeden Tag. -
Bau Vertrauen auf.
Kunden arbeiten nicht mit dir, weil du die günstigste Option bist, sondern weil sie dir vertrauen. -
Mache andere groß.
Mein Leitsatz lautet: „Mache andere groß, und du wirst selbst groß.“ Wenn du dich darauf konzentrierst, echten Mehrwert zu liefern, kommt der Rest von alleine. -
Investiere in dich.
Kurse, Bücher, Tools – all das sind Investitionen, die dich nach vorne bringen. Aber am wichtigsten ist, dass du die Dinge auch umsetzt.
Von der E-Zigarette zum Webdesigner
Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich statt einer E-Zigaretten-Brand einmal hauptberuflich Websites bauen würde, hätte ich nur gelacht. Aber das Leben hat mich genau dorthin geführt – Schritt für Schritt, Kunde für Kunde, Erfahrung für Erfahrung.
Heute bin ich dankbar für diesen Weg. Für die schlaflosen Nächte, die ersten Versuche, die Rückschläge und die kleinen Siege. Denn sie haben mich hierhergebracht: zu einem erfüllten Leben als Webdesigner und digitaler Nomade.
Und wenn du gerade am Anfang stehst, denk immer daran: Du musst nicht perfekt starten. Du musst nur starten – und dranbleiben.